Werkstattbericht

Werkstattbericht Die Dämonenkriege


Der erste Gedanke zu DIE DÄMONENKRIEGE kam mir vor rund dreieinhalb Jahren. Damals trug der Roman noch den Arbeitstitel „Die Schwebenden Reiche“. Alles fing mit der Idee einer zerbrochenen Welt an, deren Stücke wie Inseln inmitten eines blauen Himmels schweben. Ein paradiesischer Ort, der – zumindest teilweise – besonderen physikalischen Gesetzen gehorcht.

Nachdem ich wusste, wie die Welt aussehen sollte, in der ich meinen Roman spielen lassen wollte, fragte ich mich zunächst, wie sie entstanden sein könnte? Wurde sie von Göttern erschaffen? War sie Folge eines furchtbaren kosmischen Unfalls? Oder hatten allmächtige Magier ihre Finger im Spiel? Danach machte ich mir Gedanken um das Klima, die Flora und Fauna und wie die verschiedenen Inselwelten untereinander verbunden sind. Sobald ich auf all diese Punkte befriedigende Antworten gefunden hatte, kam ich zu der für mich wichtigsten Frage: Was für Menschen leben in den Schwebenden Reichen?

 

Geographie der Schwebenden Reiche


Zweifelsohne prägt sein Umfeld auch immer den Menschen. Also habe ich mir überlegt, wie die ungewöhnliche Geographie der Schwebenden Reiche ihre Bewohner beeinflusst haben könnte. Wie sehen sie ihre Heimat? Glauben sie an Götter? Wie stark sind sie von der Entstehungsgeschichte ihrer Welt geprägt? Wie sehr hat sich das auf ihre Politik und Kultur ausgewirkt? Viele, aber wichtige Fragen, die eine tragende Rolle bei einem Weltenentwurf spielen. Denn: Je mehr ich als Autor über meine eigene Schöpfung weiß, desto überzeugender kann ich sie meinen Lesern und Leserinnen näherbringen.

Nun endlich stand die Basis für meinen Roman. Jetzt fehlte „nur“ noch der Konflikt, der Feind. So kam ich auf das Volk der Val'kai, das sich am Trefflichsten mit den Worten des Gelehrten Rupert Grimbogg beschreiben lässt: „Die Val’kai, von den meisten Menschen aufgrund ihres abscheulichen Aussehens und ihrer Brutalität schlicht Dämonen genannt, sind Geschöpfe der Magie und entstammen der Gegenwelt. Einer magischen Dimension, die einstmals von lebenden Göttern beherrscht wurde.“ Und wo es Feinde gibt, da muss es natürlich auch Helden geben. Oder zumindest Widersacher.

 

Überblick über die Schwebenden ReicheLandkarte der Schwebenden Reiche, erstellt von: Andreas Hancock

 

Keine Schwarz-Weiß-Malereien


Ich bin kein Freund von Schwarz-Weiß-Malereien, weshalb ich mich auch bemühe, das bei meinen Figuren zu vermeiden. Ich mag graue Charaktere, die für ihre Sache einstehen, die für das Gute kämpfen, aber nicht immer mit „sauberen“ Mitteln. So entstand die Figur des Dämonenjägers Ryk Vangur, ein von Schuldgefühlen geprägter Charakter, der sein Leben der Vernichtung der Val'kai gewidmet hat. Ihm zur Seite steht die Halbdämonin Kela, die durch ein besonderes Band mit Ryk verbunden ist und sich weder den Menschen noch den Val'kai richtig zugehörig fühlt. Unterstützung für seine Sache findet Ryk in Prinz Ishan, einem angeblichen Mörder, der dafür kämpft, seinen guten Ruf wiederherzustellen. Meine Lieblingsfigur ist jedoch Catara Fiers, eine Assassine und Gestaltwandlerin, die sich selbst für ausgesprochen skrupellos hält. Tatsächlich ist sie jedoch eine tragische Figur. Eine gebrochene Seele, die für ein bisschen Zuspruch und Zuneigung bereit ist, alles zu tun - selbst über Leichen zu gehen.

Aus der Perspektive dieser Figuren erlebt der Leser die Geschichte der Dämonenkriege. Vier „Helden“, in deren Händen es liegt, ob am Ende Licht oder Dunkelheit herrscht. Was immer das auch heißen mag ...

 

NAUTILUS - FANTASYMAGAZIN


Der Werkstattbericht ist im NAUTILUS - FANTASYMAGAZIN erschienen. Um das Magazin zu besuchen, bitte HIER klicken.

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